Mein Jahrespraktikum an der Academy of Fine Art

Sophie2 - Mein Jahrespraktikum an der Academy of Fine Art

Viele Schüler stellen sich die gleiche Frage, die auch ich mir gestellt habe als der Realschulabschluss näher rückte. „Wie geht es weiter?“ Für eine Ausbildung war es für mich zu früh das wusste ich. Mir war nur klar, dass ich etwas Kreatives machen wollte und traf, da bin ich mir nun sicher, die richtige Entscheidung.

Ich hatte mich entschieden nach meinem Realschulabschluss ein Fachabitur mit dem Schwerpunkt Gestaltung zu beginnen. Wie für jedes Fachabi brauchte auch ich einen einjährigen Praktikumsplatz. Zwei Tage in der Woche würde ich also in einem Betrieb arbeiten, der dem Schwerpunktfach Gestaltung entsprach.

Ich bin auf die Academy of Fine Art gekommen als meine Eltern und ich überlegten wie es nach der Schule weiter gehen soll. Meine Mutter hatte in Betracht gezogen, dass ich hier ein Studium beginnen könnte. Als ich dann aber entschied an die Fachoberschule zu gehen, kam uns die Idee anstatt eines Studiums ein Praktikum an der Academy zu machen. Denn was hätte da besser gepasst als eine Schule für realistisches Zeichnen und Malen?

Ich bewarb mich also und wurde angenommen.

Bei den meisten Fachabituren gehen die Schüler drei Tage pro Woche in den Betrieb und nur zwei tage in die Schule. Der Grund weshalb es bei mir anders herum ist, ist, dass an der Hochtaunusschule in Oberursel der dritte praktische Tag in der Schule stattfindet.

Am ersten August 2018 startete ich mein Praktikum. Ich sollte mich von Anfang an zusammen mit einer weiteren Jahrespraktikantin, mit der ich jetzt auch gut befreundet bin, speziell um den Instagram Account der Academy kümmern. Also Bilder von z.B. den Studenten machen, sie bearbeiten und täglich hochladen oder auch mal kleine hilfreiche Videos drehen. Das hat oft viel Spaß gemacht man findet auch einige Bilder von mir in unserem Instagram Feed. Teil meiner Aufgaben war auch, der Materialverkauf in der Academy. Wenn ein Student etwas brauchte, war es meine Aufgabe aufzuschreiben wer wann was gekauft hat und die Materialien an den Studenten rauszugeben. Neue Studenten in der Academy habe ich zu aller erst alle fehelenden Materialien verkauft oder ausgeliehen und ihnen geholfen, sich zurecht zu finden. Theorieunterlagen und Zeichenvorlagen hielt ich ordentlich. Da wir auch Studenten und Lehrer haben, die nicht Deutsch sprechen, habe ich manchmal im Unterricht übersetzt. Dafür muss man natürlich die Fachbegriffe im Malen und Zeichnen kennen. Aus diesem Grund lernte ich eben diese Begriffe gleich am Anfang, so konnte ich verstehen was die Lehrer den Studenten erklärten und konnte mir selbst die Techniken aneignen. Ich selbst zeichnete auch des Öfteren und verbesserte meine Fähigkeiten.

Das Zeichnen machte mir mit Abstand am meisten Spaß aber auch Arbeiten wie die Casts wieder weiß anzusprühen, wenn sie von der Kohle zu dreckig geworden waren war immer lustig. In der Academy habe ich zum Beispiel auch erfahren wie anstrengend es ist Ölfarbe selbst herzustellen.

Natürlich saß ich auch mal am Computer, um Unterlagen für die Theoriestunden vorzubereiten, Info Zettel zu schreiben oder vor Ende eines Trimesters bei den Final Critiques zu helfen.

Ich konnte einiges aus dem Unterricht mitnehmen, meine Fähigkeiten im Zeichnen verbessern und viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Auch in der Schule habe ich gemerkt wie ich die Kenntnisse, die ich hier gesammelt habe im Unterricht einsetzen konnte.

Das Arbeitsklima war immer sehr angenehm und die Mitmenschen aufgeschlossen und freundlich. Für mich war das Praktikum hier an der Academy ideal und ich kann es jedem empfehlen, der sich in der gleichen Situation befindet wie ich vor einem Jahr. Ich war immer gerne hier und bin auch ein wenig traurig, dass dieses Jahr so schnell vorbei ging.

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