Frida Kahlo – eine bewegende Künstlerin

Kahlo - Frida Kahlo – eine bewegende Künstlerin

Frida Kahlo, die zu Lebzeiten noch relativ unbekannt war, ist heute eine der berühmtesten Künstlerinnen. Mit ihren einzigartigen Werken, welche alle mit ihren Lebenserfahrungen verbunden sind, schaffte sie es, die Menschen zu berühren.
„Ich male keine Träume, ich male meine eigene Realität.“ – Frida Kahlo

Steckbrief

  • Frida Kahlo war eine mexikanische Malerin im 20. Jahrhundert. Sie wurde am 6. Juli 1907 als Tochter eines deutschen Fotografen und einer mexikanischen analphabetischen Mutter geboren. Als 6 Jährige erkrankte sie an Kinderlähmung, trieb aber trotzdem viel Sport. Im September 1925 wurde sie Opfer eines Busunglücks, bei dem eine Stahlstange durch ihr Becken gebohrt wurde. Deswegen musste sie nun einen Ganzkörpergips und ein Stahlkorsett tragen. In dieser Zeit malte sie viel aus Langeweile.

Leben und künstlerische Karriere

  • Mit 19 malte sie ihr erstes Selbstportrait, das „Selbstbildnis mit Samtkleid“. Sie lernte das Laufen wieder, aber musste ihr Leben lang an den Schmerzen leiden und konnte keine Kinder mehr bekommen. Ihre physischen und psychischen Schmerzen drückte sie in ihren Gemälden aus, wie zum Beispiel das Bild „Meine Geburt“, welches ihre Fehlgeburten zeigt. Im August 1929 heiratete sie den 20 Jahre älteren Maler Diego Rivera, der schon weltberühmt durch seine politisch-revolutionären Bilder war. Aufgrund seiner Untreue ließ Frida sich 1939 von ihm scheiden und flüchtete sich in Affären, Alkohol und die Malerei. Doch sie kam nie wirklich los von Diego und heiratete ihn 1940 zum zweiten Mal. Erst 1953 wurden ihre Werke in einer Einzelausstellung gezeigt, zu dessen Vernissage sie sich schon tragen lassen musste. Am 13. Juli 1953 starb Frida Kahlo an Lungenembolie. Ihre Freunde schlossen Selbstmord nicht als Todesursache aus, da sie anscheinend schon mehrmals versucht hatte sich umzubringen, allerdings gab es keine Beweise dafür.
  • Frida Kahlo ist die bekannteste Künstlerin Lateinamerikas. Ihr bewegendes Leben war einer der Gründe für ihren großen Erfolg, denn ihre Schicksalsschläge machten ihre Kunst erst zu dem was sie ist. Hinzu kam ihr Ehrgeiz und ihr leidenschaftlicher Nationalismus, welcher damals ungewöhnlich für indigene Frauen in Mexiko war. Sie zeigte sich oft in traditioneller Tracht und Schmuck. Von ihren 143 Bildern sind 55 Selbstbildnisse, auf denen sie immer einen ernsten Gesichtsausdruck hat, der aber von den hellen Farben kontrastiert wird. Der Damenschnurrbart und die Monobraue wurden zum Markenzeichen ihrer Bilder, obwohl diese Merkmale in echt nicht so ausgeprägt waren wie sie es malte. Um ihren seelischen Zustand auszudrücken, malte sie mehrmals Tiere wie Affen in ihren Selbstportraits dazu. Fridas Haustiere waren zwei Affen, ein Papagei, drei Hunde, zwei Truthähne, ein Adler, eine schwarze Katze und ein Rehkitz -allen hat sie liebevoll Namen gegeben. Der Zweck davon war auch ihre Kunden nicht mit schockierenden Darstellungen abzuschrecken. 1940 ordnete Frida jeder Farbe die sie benutzte eine Bedeutung zu, so stand z.B. Gelb für Wahnsinn, Krankheit und Angst, während Kobaltblau für Elektrizität, Reinheit und Liebe stand. Ihre Bilder kennzeichneten sich durch die Vielzahl an Farben.

Bildquelle: wikiart.org

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