Nach 6 Trimestern an einer deutschen Kunst-Uni schmeißt Marius L. sein Studium und wechselt an eine private Kunst Akademie

Marius, ein begabter junger Künstler, nimmt an unserem Flexiblen Studium teil. Er war bereit uns ein kurzes Interview zu geben, in welchem er uns auch erzählte, warum er sein vorheriges Kunststudium abgebrochen und sich für einen Studiengang an unserer Kunstschule entschieden hat.

Stell dich bitte kurz vor.

Mein Name ist Marius Laurischkat, ich bin 24 Jahre alt und derzeit Student an der Academy of Fine Art in Bad Homburg.

Wie hast du von der Academy erfahren?

Ich war damals sehr unzufrieden mit meinem Studium. Meine Freundin hat daraufhin im Internet nach Alternativen gesucht und ist auf die Webseite der Academy gestoßen, welche die einzige Kunstschule in Deutschland ist, die das klassische Malen und Zeichnen lehrt.

 

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Was hast du vorher studiert?

Ich habe vorher an der Universität Osnabrück die Studiengänge Kunst / Kunstpädagogik und Kunstgeschichte studiert. Dieses Studium habe ich nach 6 Semestern abgebrochen.

Warum warst du unzufrieden mit dem Studiengang?

Mein Ziel war es damals wie heute, als freischaffender Künstler zu arbeiten. Besagter Studiengang war leider zum einen stark auf Lehramtsstudenten ausgelegt, als auch auf Künstler die kein Interesse am handwerklichen Aspekt der Kunst haben und hat keine Fähigkeiten vermittelt, um außerhalb der Universität als Künstler überleben zu können. Der Studiengang war außerdem durchzogen von der Art von postmodernem Elitismus, der die Kunst für die meisten Menschen heutzutage unzugänglich macht.

Du erwähntest den handwerklichen Aspekt der Kunst. Was meinst du damit und warum ist dieser deiner Meinung nach wichtig?

Damit meine ich das technische Verständnis und das Können, jede Idee die ich im Kopf habe in ein Kunstwerk umsetzen zu können. Ein Maler sollte Malen und Zeichnen, ein Bildhauer modellieren können. Leider hat es in den letzten hundert Jahren in der Kunst eine Entwicklung gegeben, in der auf Künstler, die sich diese Fähigkeiten erarbeitet haben, herabgeblickt wird. Dabei ist dieses Können in der Kunst ebenso wichtig wie in anderen Bereichen.

Niemand würde einem Musiker zuhören, der sein Instrument nicht beherrscht. Niemand würde einen Fußballer anfeuern der permanent über den Ball stolpert. Künstler werden jedoch umso mehr gefeiert je mehr sie sich von den Konventionen klassischer Kunst entfernen. Der Grund dafür ist simpel: „Experten“ mit Einfluss entscheiden, wessen Kunst „gut“ und wessen Kunst „schlecht“ ist. Würden diese Leute anhand von nachvollziehbaren Parametern (wie handwerkliches Können) entscheiden, könnte jeder sehen, welche Kunst Potenzial hat und diese Experten wären unnötig. Um sowohl ihren Einfluss als auch ihr Einkommen zu wahren, wird entschieden, dass andere Dinge wichtig sind.

In der Kunst muss etwas scheinbar besonderes, geniales oder eine „Message“ zu finden sein; etwas nebulöses, dass schwer zu fassen ist und niemand außer dieser eingeweihten Elite zu sehen vermag. Der Künstler muss so individuell wie möglich sein: Der Ursprung des Klischees vom „verrückten, durchgedrehten Künstlertypen“, der in all seiner Individualität auch nur wieder konform ist. Der Effekt ist, dass sich niemand traut die Entscheidungen dieser Elite in Frage zu stellen, aus Angst als „ungebildeter Kunstbanause“ plakatiert zu werden. Das handwerkliche Können ist aber wichtig um meine „Message“ übermitteln zu können. Obwohl die Kunst ein visuelles Medium ist, ist sie immer noch als eine Sprache zu sehen. Um mich in dieser Sprache zu verständigen, muss ich sie fließend sprechen können. Erst wenn mir dies möglich ist, kann ich verschiedene Akzente ausprobieren und meinen eigenen Stil entwickeln.

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Was macht den Unterricht an der Academy of Fine Art Germany anders?

Eine künstlerische Identität zu haben und individuelle Kunst zu erschaffen, kann einem niemand beibringen. Deshalb konzentriert sich der Unterricht auf das, was tatsächlich lehrbar ist: Das technische Verständnis vom Malen und Zeichnen. Man lernt Proportionen zu sehen und auf dem Papier umzusetzen, Kontraste richtig darzustellen, um die Illusion einer dreidimensionalen Form zu erschaffen und auch den Umgang mit verschiedenen Medien, wie Graphit, Kohle und Ölfarben. Kurz: Alles was man braucht, um in seinem künstlerischen Schaffen nicht durch mangelnde Fähigkeiten limitiert zu werden.

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